LOTTO Rheinland-Pfalz – Stiftung verlieh zum zweiten Mal das „KultDING“
Drei Kulturprojekte für Kinder und Jugendliche ausgezeichnet
Seit 13 Jahren unterstützt die LOTTO Rheinland-Pfalz – Stiftung gemeinnützige Anliegen im Land. In diesem Jahr verlieh die Stiftung zum zweiten Mal das KultDING: einen Preis für beispielhafte soziokulturelle Projekte mit Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz.
Das Chawweruschtheater aus dem pfälzischen Herxheim, die Jugendkunstwerkstatt Koblenz und der Verein Spieltrieb aus Waldmohr sind die Preisträger in diesem Jahr. Bewerben konnten sich Kulturprojekte aus den Bereichen Bildende Kunst, Medien, Literatur, Musik, Tanz und Theater, die sich an Kinder und Jugendliche richten. Kooperationspartnerin des KultDING ist die LAG Soziokultur & Kulturpädagogik Rheinland-Pfalz e. V.
„Zu KultDING gehören neben dem Geldpreis der Lotto-Stiftung auch handgefertigte Trophäen der Jugendkunstschule Cochem-Zell und professionelle Imagefilme der TomTom PR Agentur“ erläutert Frank Zwanziger, Geschäftsführer der Lotto-Stiftung: „Die Filme zeigen, wie kreativ und integrativ die soziokulturelle Arbeit in ganz Rheinland-Pfalz ist und man kann das als die eigentliche Intention des Preises bezeichnen: Wir möchten die tollen Projekte für eine breite Öffentlichkeit sichtbar machen, damit die Organisatoren mehr Anerkennung und Förderung erfahren können.“
Stiftungs-Vorstandsmitglied Walter Desch pflichtet ihm bei: „Das KultDING soll zeigen, was Kinder und junge Menschen auf die Beine stellen können und was sie sich – unter Anleitung von Erwachsenen – als Zugang zur Kultur einfallen lassen.“ Das bestätigt auch Margret Staal, Vorstand der LAG Soziokultur und Kulturpädagogik in Rheinland-Pfalz, die sich über die besondere Zusammenarbeit mit der Lotto-Stiftung freut: „Wir haben schon lange überlegt, wie wir diese herausragenden Projekte von Kindern und Jugendlichen mehr in die Öffentlichkeit tragen können. Da kam die Anfrage der Lotto-Stiftung genau zum richtigen Zeitpunkt.“
Da aufgrund der Corona-Pandemie keine zentrale Preisverleihung stattfinden konnte, überbrachte Stiftungs-Geschäftsführer Frank Zwanziger die Preise den Verantwortlichen der drei Projekte, die im Vorfeld aus einer Vielzahl von Bewerbungen von einer hochkarätigen Jury ausgewählt wurden. Für den ersten Platz gab es 3.500 Euro, für den zweiten 2.500 Euro und Platz 3 war mit 1.500 Euro dotiert.
3. Preis: Verein Spieltrieb (Waldmohr)
Unter der Leitung der Theaterpädagogin Sibille Sandmayer brachten zwölf Jugendliche viermal das Musical „#vollamok“ auf die Bühne. Die Jugendlichen wussten nicht nur mit herausragenden schauspielerischen Leistungen zu glänzen, sondern auch mit selbst komponierten Liedern und herausragenden Stimmen. Inhaltlich thematisiert das Musical einen Amoklauf in einer Schule, das Stückspielt durchweg in einem Klassenzimmer. Der Verein, den es seit 2015 gibt, hat sich mit dieser Produktion absolut ins Rampenlicht gespielt.
2. Preis: Jugendkunstwerkstatt Koblenz e.V. (JUKUWE)
Die Jugendkunstwerkstatt Koblenz erreichte – genau wie beim ersten KultDING vor zwei Jahren – den zweiten Platz. Als der Corona-Lockdown kam, kam die Jugendkunstwerkstatt so richtig in Fahrt. Unter dem Motto „bleibt kreativ“ wurden zum Beispiel Kreativtüten für benachteiligte Kinder gepackt und ausgeliefert oder Online-Basteltutorials erstellt und versendet. Das traditionelle Authentic-Festival konnte in diesem Jahr nicht in einer vollbesetzten Halle stattfinden. So wurde es dann kurzerhand auf die Straße und in die sozialen Medien verlegt.
1. Preis: expedition Chawwerusch (Herxheim)
Mit der Großproduktion „DECIDE – ein Parzivalprojekt“ verknüpfte der Jugendableger des traditionellen Herxheimer Chawwerusch-Theaters das Mittelalter mit der Neuzeit. Das zweistündige Theaterstück wurde mit den insgesamt 40 Schülerinnen und Schülern gemeinsam entwickelt und an sieben Stationen insgesamt zehnmal aufgeführt. Ein Mammutprojekt in schwierigen Zeiten.