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Lotto Rheinland-Pfalz orientiert sich nicht am Prinzip der Gewinnmaximierung, sondern stellt das Gemeinwohl in den Vordergrund. Die besonderen Aspekte des Gemeinwohls sind der Spielerschutz, die Prävention der Glücksspielsucht, der Jugendschutz und die Abwehr von Begleitkriminalität.

Die Einsätze der Spielteilnehmer fließen zum überwiegenden Teil an die Allgemeinheit zurück. Wenn der Staat das Glücksspiel dem freien Spiel der Marktkräfte überlassen würde, wäre eine Entwicklung absehbar, wie sie heute bei den Spielhallen zu beobachten ist, d.h.: Angefangen hat es mit harmlosen Spielen wie Tischfußball und Flipper. Aber dann sind die Geldgewinnspielautomaten hinzugekommen. Heute kann jeder sehen, welche Folgen dies für viele Jugendliche, gefährdete Spielteilnehmer und das Erscheinungsbild der Städte hat.

2. Spielerschutz und Werbung

Nach Sinn und Zweck des Glücksspielstaatsvertrages 2012 und nach den EuGH-Entscheidungen „Markus Stoss“ und „Ladbrokes“ ist ein gewisser Werbeumfang zulässig, wenn der illegale Markt dadurch eingedämmt wird. Es ist zulässig, bei gefährlichen Spielen auf ungefährliche Spiele hinzuleiten und bei ungefährlichen Spielen hin zum legalen Spiel zu kanalisieren. Die Anreizermunterung darf allerdings nicht im Vordergrund stehen, d.h. der Kanalisierungseffekt muss den Expansionseffekt dominieren.

Aus diesem Grund steht das Werben an sich nicht im Widerspruch zur Bekämpfung der Glücksspielsucht. Wird der Glücksspielmarkt insgesamt betrachtet, ist die Glücksspielsucht in den vergangenen Jahren enorm gewachsen, wie die Entwicklung zum Beispiel im Bereich Pokerspiel zeigt. Wir wollen die Spieler entsprechend dem Kanalisierungsauftrag von gefährlichen zu harmlosen und legalen Spielen umleiten.

Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir für die Spieler attraktive Angebote bereitstellen und alle Vertriebswege nutzen.

Aus vielen Erhebungen wissen wir, dass die Sensibilität und Akzeptanz für den Jugendschutz und für die Sorgen und Nöte von Glücksspielsüchtigen zugenommen hat.

Lotto Rheinland-Pfalz nimmt den Kampf gegen die Glücksspielsucht sehr ernst und arbeitet eng mit der Landeszentrale für Gesundheitsförderung (LZG) sowie mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zusammen.

Nach Schätzungen der Landesdrogenbeauftragten beträgt die Anzahl der pathologischen Glücksspieler in Rheinland-Pfalz ca. 19.000. In Rheinland-Pfalz finden Spielteilnehmer in 17 anerkannten Fachstellen Rat und Unterstützung nach dem Landesprogramm "Glücksspielsuchtprävention und Beratung Spielsüchtiger".

3. Die Maßnahmen zum Spielerschutz

Spielerschutz ist zentraler Bestandteil aller regelmäßig stattfindenden Mitarbeiterschulungen, des Qualitätsmanagements und der Besprechungstermine der Annahmestellenberater in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich. Aus diesem Grund treffen wir eine Vielzahl von Maßnahmen zur Erforschung und Bekämpfung von Glücksspielsucht:

Maßnahmen in der Annahmestelle:

Anpassung des Sozialkonzepts an die besonderen Bedingungen des Internet

4. Die Wirksamkeit unserer Spielerschutzmaßnahmen wird unter Beweis gestellt zum Beispiel durch das BZgA-Beratungstelefon:

32% aller Anrufe bundesweit (ca. 3.500/Monat) kommen aufgrund des Aufdruckes auf Spielschein oder Quittung

24% kommen aufgrund von Hinweisen in der Annahmestelle

Dies beweist die Wirksamkeit dieser Medienkanäle zum Spielerschutz.

74% geben an, an Geldspielautomaten in Spielhallen und Gaststätten zu spielen. Mit weitem Abstand folgen Lotto 6 aus 49 (3,8%) und Sportwetten in Wettbüros (auch ODDSET 3,6%). Allerdings braucht es im Durchschnitt vier Jahre, bis ein Betroffener sein Problem wahrnimmt und zehn Jahre, bis eine Therapie eingeleitet wird. Von daher sind die Maßnahmen des Unternehmens nachhaltig an den Belangen des Spieler- und Jugendschutzes ausgerichtet. Insbesondere durch die Auswertung der Quartalsberichte der BZgA werden die Vertriebsmitarbeiter regelmäßig über die aktuelle Situation informiert und für den Spielerschutz sensibilisiert.

5. Spielersperren und Kundenkartenpflicht

Glücksspiel bringt nicht nur die Chance auf Gewinne, sondern auch das Risiko der Glücksspielsucht mit der Gefahr erheblicher Verschuldung mit sich. Wir bieten Ihnen Hilfe an, um Glücksspielsucht zu verhindern oder zu behandeln.
Dazu gehört, dass gefährdete Spielteilnehmer von der Spielteilnahme ausgeschlossen werden können. Die Beantragung einer solchen Spielersperre erfolgt durch den Spieler selbst (Selbstsperre) oder durch Dritte, z.B. Angehörige oder Freunde (Fremdsperre). Die Formulare dazu können Sie hier herunterladen oder in unserer Zentrale in Koblenz abholen.
Download: Formular Selbstsperre
Download: Formular Fremdsperre

Für Sportwetten und die tägliche Lotterie KENO gilt zudem eine Kundenkartenpflicht. Bei Lotterien und Wetten, die häufiger als zweimal pro Woche stattfinden, besteht ein erhöhtes Gefährdungspotential.
Deshalb verpflichtet uns der Glücksspielstaatsvertrag im Sinne des Spielerschutzes dazu, Kunden vor der Teilnahme an KENO und Wetten zu identifizieren, damit überprüft werden kann, ob ein Sperrvermerk vorliegt. Dafür stehen zwei Kundenkarten zur Auswahl:

• die LottoCard
• die SpielCard

Beide Karten dienen der einfachen Prüfung Ihrer Identität. Die Lottocard bietet den Spielteilnehmern darüber hinaus einige zusätzliche Services.

6. Verbrauchertäuschung durch illegale Glücksspielanbieter

In Deutschland sind viele Glücksspielanbieter, insbesondere Onlinefirmen, durch Werbung in den Medien und in Sportstadien präsent. Auf den Internetseiten wird oftmals direkt zu den entsprechenden Anbietern verlinkt.
Neben dem Online-Angebot der staatlich lizensierten Anbieter bzw. Vermittler agieren Online-Anbieter aus Gibraltar, Malta oder anderen Ländern. Sie bieten – lediglich – Wetten auf das Deutsche Lottospiel an, ohne eine inländische staatliche Genehmigung zu besitzen. Deshalb agieren diese Anbieter illegal. Sie vermitteln ihre Spieltipps nicht an die jeweiligen Veranstalter der Lotterien (in Deutschland die Landeslotteriegesellschaften).
Bei diesen illegalen Angeboten besteht keine Auszahlungssicherheit, im Gegensatz zum Spiel bei den Gesellschaften des Deutschen Lotto- und Totoblocks. Außerdem werden durch ein Spiel bei illegalen Anbietern Gelder aus dem Spielaufkommen in Deutschland abgezogen, die in der Folge nicht in gemeinnützige Zwecke der Bundesländer fließen können. Illegale Anbieter kümmern sich weder um die Einhaltung der deutschen Verbraucherschutzstandards, noch werden sie entsprechend kontrolliert.

Ein hoher Jackpotgewinn bedeutet für Unternehmen, die nur Wetten auf Lotterien verkaufen, ein wirtschaftliches Risiko. Eine Auszahlungssicherheit besteht daher nicht.

Spielteilnehmer werden auf das Angebot suchtfördernder und daher verbotener Spielformen, wie Online-Poker und Casinospiele, auf den Seiten der Wettanbieter weitergeleitet.

Wie erhalten Sie als Verbraucher weitere Informationen?

Die Glücksspielaufsichtsbehörden der Länder haben eine

(alle Anbieter von öffentlichen Glücksspielen mit inländischer Genehmigung)
Konkrete Informationen zum Thema gibt es auch auf der Website des Deutschen Lotto- und Totoblocks: www.lotto.de)

Für Rückfragen steht Ihnen das Service-Team von Lotto Rheinland-Pfalz jederzeit gerne zur Verfügung.