Nachwuchs bei den Luchsen im Pfälzerwald dklb_close dklb_info dklb_bt_arrow_left dklb_bt_arrow_right dklb_sl_arrow_left dklb_sl_arrow_right_ lotto_kleeblatt
Das Bild des Luchsjungen von Jara ist im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung unter Angabe des Copyrights: ©  Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz für die Presse frei.

Die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz geht aktuell von drei Würfen im Pfälzerwald aus. Überprüft werden konnte der Nachwuchs von den Luchsweibchen Rosa und Jara.

„Es ist sehr schön zu sehen, dass auch im zweiten Jahr nach Freilassung der ersten Luchse im Wiederansiedlungsprojekt erfolgreich junge Luchse nachgewiesen wer-den!“ zeigte sich Ministerin Höfken erfreut.


Der Wurf von Rosa wurde vom Luchs-Team der Stiftung in einer schmalen Felshöhle entdeckt. Dort befanden sich mindestens zwei Luchsjunge. Aufgrund der schlechten Zugänglichkeit des Verstecks konnte nur ein Luchsjunges der kurzen standardmäßigen Kontrolle unterzogen werden.

Es handelte sich um einen kleinen Kuder mit einem Gewicht von knapp 1 kg. Die genetische Untersuchung der Speichelprobe wird Aufschluss über die Vaterschaft geben. In Frage kommen insbesondere der etwa im selben Gebiet ansässige Luchskuder Lucky oder der angrenzend etablierte Kuder Cyril, dessen Sendehalsband im Februar den Dienst aufgegeben hatte.

Rosa ist die Patenluchsin der Eheleute Heinz und Angelika Schlapkohl aus Weisenheim am Sand.

Das Patentier von Lotto Rheinland-Pfalz und BINGO! der Umweltlotterie die Luchsin Jara war im April in den Pfälzerwald gebracht worden. Die Daten ihres Sendehalsbands signalisierten ein stark eingeschränktes Bewegungsmuster ab Ende Mai, so dass die Luchsin bereits bei ihrer Ankunft in frühem Stadium tragend gewesen sein musste. Gut versteckt in einem Haufen von Schlagabraum fand sich ein wohlgenährtes, ebenfalls männliches Jungtier. „Es ist ein wunderbares Ereignis, dass sich Jara bereits im ersten Jahr am Aufbau der Population im Pfälzerwald beteiligt!“, freut sich Jürgen Häfner, Geschäftsführer von Lotto Rheinland-Pfalz.

Beide Luchsweibchen kehrten nach den kurzen veterinärmedizinischen Untersuchungen zu den Jungtieren zu-rück und halten sich weiterhin im gleichen Bereich auf, wie mit Hilfe der VHF/GPS-Sendehalsbänder nachvollzogen werden konnte. Die Batterie des Sendehalsbands von Rosa nähert sich nutzungsbedingt aktuell dem Ende, so dass der Funkkontakt zur Luchsin demnächst abbrechen wird.

Luchsin Kaja hatte bereits im Vorjahr einen Wurf mit zwei Jungtieren (Palu und Filou). Den Mitarbeiter der Stiftung liegen auch bei Kaja Hinweise vor, die auf Nachwuchs schließen lassen. Die Luchsin, deren GPS-Halsband erwartungsgemäß seit letztem Jahr nicht mehr sendet, war mit Hilfe von Fotofallen der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft im Frühjahr zunächst mit und dann ohne runden Bauch dokumentiert worden. Ab etwa August werden Luchsjunge zunehmend mobiler und fangen an ihrer Mutter durch ihr Streifgebiet zu folgen.

Möglicherweise können die Jungtiere später auf den Streifzügen entdeckt werden. Fortpflanzungsfähige Luchsweibchen müssen nicht jedes Jahr einen Wurf haben. Etwa 10 Monate bleiben die kleinen Luchse bei ihrer Mutter. Trotz aller Fürsorge der Mutter für die kleinen Luchse ist dies eine schwierige Zeit. Nur etwa 50 % der Luchsjungen erreichen das zweite Lebensjahr.

Kuder Juri, der Patenluchs der Deutschen Wildtier Stiftung, ist nach einem längeren Aufenthalt im deutsch-französischen Grenzraum des Biosphärenreservats Pfälzerwald - Vosges du Nord seit Mitte Juni hauptsächlich im Bereich zwischen B427 und B10 unterwegs.

Karten zur aktuellen Raumnutzung der Luchse aus dem Wiederansiedlungsprojekt sind auf der Homepage der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz zu finden. www.luchs-rlp.de