Jara erobert den Pfälzer Wald dklb_close dklb_info dklb_bt_arrow_left dklb_bt_arrow_right dklb_sl_arrow_left dklb_sl_arrow_right_ lotto_kleeblatt

Seit zwei Tagen streift unser ,,Patenkind“, Luchs-Weibchen Jara, nun durch den Pfälzerwald. Sie ist damit bereits das elfte freigelassene Pinselohr des großen Wiederansiedlungsprojektes der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz.

Vor Jara wurden bereits zehn andere Luchse, zuletzt Kuder Juri im März 2018 angesiedelt. Und das mit Erfolg: Man durfte bereits doppelten Nachwuchs im größten Waldgebiet Europas begrüßen. Natürlich warten auch wir gespannt darauf, ob und wann Jara sich der Familienplanung widmet. Anhaltspunkte hierfür können wir uns von Ihrem GPS-Sender erhoffen, der der Stiftung Natur und Umwelt ca. ein Jahr lang ihren Aufenthaltsort verrät. Danach fällt der Sender automatisch ab und Jara bewegt sich in völliger Privatsphäre.

Ein Luchs in Zahlen

Jara wurde am 10. April in der Nordostschweiz, genauer gesagt in im Kanton St. Gallen eingefangen. Das temperamentvolle Weibchen ist sechs Jahre alt und wiegt stolze 19 Kilogramm. Beim anfänglichen Gesundheitssteck in der Auffangstation wurde leichtes Fieber festgestellt, weshalb die Freilassung um einige Tage verschoben wurde. Nach einem ca. 8-stündigen Transport konnte Jara unter der Aufsicht von Herrn Back (Stiftung Natur und Umwelt), ,,Patenonkel“ Jürgen Häfner(Geschäftsführer der Lotto Rheinland-Pfalz GmbH), ,,Patentante“ Sarah Breithausen (Mitarbeiterin Lotto Rheinland-Pfalz) und einigen schaulustigen Zuschauern freigelassen werden. Sie wird sich nun ein eigenes Habitat suchen, welches an die anderen Luchsreviere angrenzt und sich von 250 bis zu 400 km² erstreckt. Übrigens: Wölfe und Luchse gehen sich aus dem Weg.

Stiftung Natur und Umwelt

Die Stiftung wurde bereits 1979 als „Stiftung Naturschutz“ gegründet. Aufgrund der erweiterten Tätigkeitsfelder wurde sie 14 Jahre später in „Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz“ umbenannt. Ziel der Stiftung ist die nachhaltige und dauerhafte Entwicklung der Natur und Umwelt in Rheinland-Pfalz. Ein besonderes Augenmerk liegt jedoch auf bedrohten Tierarten. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Wiederansiedlung der Luchse in Zusammenarbeit mit den Schweizer Behörden. Man möchte einer Tierart, die ursprünglich im Pfälzerwald angesiedelt war, wieder die Chance bieten, eine schöne und neue Heimat zu finden.