Radtour pro Organspende dklb_close dklb_info dklb_bt_arrow_left dklb_bt_arrow_right dklb_sl_arrow_left dklb_sl_arrow_right_

Der RC Simmern-Hunsrück veranstaltet am 02.09.2017 eine Radtour von Simmern nach Kastellaun um auf das Thema Organspende aufmerksam zu machen. Sie wird an verschiedenen Stellen in Simmern Halt machen, wo es Informationen für die Bürgerinnen und Bürger geben wird. Ende ist dann auf dem Marktplatz in Kastellaun.

Der neue Präsident, Mathias Wendling, ist befreundet mit Günter Hamann, der selbst Betroffener ist. Vor 14 Jahren erkrankte er so schwer, dass ein Spenderherz unumgänglich war. Nach 4 Jahren und 2 Monaten Wartezeit war dann das ersehnte, passende Herz da. „Nun schlägt das Herz eines Sportlers in Ihrer Brust, dem sollten Sie gerecht werden“, motivierte ihn der behandelnde Arzt teilte ihm nach erfolgreicher Transplantation mit. Dieser ärztliche Rat spornte Hamann an, Tag für Tag Sport zu treiben und regelmäßig Fahrrad zu fahren. Günter Hamann ist überzeugter Leistungssportler und nutzt den Sport, um auf das Thema Organspende aufmerksam zu machen.

Dem RC Simmern-Hunsrück geht es mit dieser Radtour in erster Linie darum, in der Öffentlichkeit ein höheres Bewusstsein für die Notwendigkeit von Organspenden zu schaffen. Bestehende Ängste rund um die Organspende sollen abgebaut und die Menschen motiviert werden, einen Organspenderausweis bei sich zu tragen. Nach deutschem Recht muss ein potentieller Spender oder einer seiner Angehörigen entscheiden, ob eine Organentnahme vorgenommen werden darf. Da viele Menschen keinen Organspenderausweis bei sich haben, kann diese Frage viel zu häufig nicht oder zu spät geklärt werden. Somit verpassen viele Bedürftige ihre Chance auf ein Spenderorgan. „Ich möchte auch den Angehörigen der Organspender danke sagen für die zweite Chance, die ich bekommen habe und ihnen Mut machen, die richtige Entscheidung zu treffen.“, beschreibt Hamann seine Motivation, sich öffentlichkeitswirksam hierfür einzusetzen.

Für die professionelle Entnahme von Organen steht mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation eine bundesweite Organisation zur Verfügung. Den Wunsch der Verstorbenen zur Organspende umzusetzen, ist gemeinsame Aufgabe der Krankenhäuser, der Transplantationszentren und der DSO: Sie nimmt die Meldungen möglicher Organspender entgegen, koordiniert die „Gemeinschaftsaufgabe Organspende“ und sorgt dafür, dass alle notwendigen medizinischen und organisatorischen Schritte vollzogen werden, damit Organe entnommen, an geeignete Patienten vermittelt und transplantiert werden können. In allen Krankenhäusern sind ärztliche Transplantationsbeauftragte benannt, die mit den notwendigen Verfahren vertraut sind.

Ein zweites Ziel der Radtour ist es, auf die „Deutsche Meisterschaft der Transplantierten“ in 2019 im Hunsrück aufmerksam zu machen. Hier nehmen Menschen mit Spenderorganen oder solche die noch auf eine neue Niere warten teil und zeigen, wie aktiv das Leben mit einem transplantierten Organ möglich ist. Dieses Großprojekt wird in Kooperation benachbarter Clubs, wie dem RC Ingelheim geplant und durchgeführt. Es werden ca. 120 Aktive im Hunsrück erwartet, die sich sportlich messen werden.