Horst Eckel wird 85 Jahre alt dklb_close dklb_info dklb_bt_arrow_left dklb_bt_arrow_right dklb_sl_arrow_left dklb_sl_arrow_right_

Horst Eckel ist neben dem Kölner Hans Schäfer der einzige noch lebende Fußball-Weltmeister von 1954. Am 8. Februar feiert der „Windhund“ seinen 85. Geburtstag. Grund genug, um dem bescheidenen Menschen und großartigen Sportsmann ein Porträt zu widmen.

Der Weltmeister von 1954 und zweifache Deutsche Meister mit dem 1. FC Kaiserslautern war auch lange nach Beendigung seiner Fußballer-Karriere noch gerne mit dem Ball aktiv. Aber nicht nur so, das wäre zu einfach. Nein, natürlich für die gute Sache. Es ist noch gar nicht so lange her, da zeigte Horst Eckel, dass man auch im hohen Alter sportliche Topleistungen bringen kann. Und so fehlte er bei keinem Spiel der Lotto-Elf, um gemeinsam mit Kollegen wie Wolfgang Overath und Stefan Kuntz für wohltätige Zwecke Geld einzuspielen. Heute trainiert er zusammen mit Hans-Peter Briegel die Prominentenmannschaft von Lotto Rheinland-Pfalz. Zudem ist Eckel bereits seit 1997 für die Sepp-Herberger-Stiftung als Repräsentant aktiv – auch in der Arbeit für Strafgefangene. Und natürlich engagiert er sich für die Stiftung von Fritz Walter.

Spindeldürr und flink

Der Kapitän der 54er Weltmeister-Mannschaft war nicht nur ein Vorbild für ihn, sondern auch ein väterlicher Freund. Fritz habe er fast alles zu verdanken, sagt er. Die erste Begegnung mit ihm bleibt Horst Eckel immer unvergessen. Mit dem Fahrrad war er aus dem beschaulichen Vogelbach zum ersten Training beim großen 1. FC Kaiserslautern gekommen. Angst habe er davor gehabt, den Fritz und alle anderen des FCK zu treffen. Aber Fritz habe ihn vom ersten Augenblick an die Hand genommen. „Der kann rennen wie ein Windhund”, bemerkte Fritz Walter gegenüber Bundestrainer Sepp Herberger, als sich dieser bei einem Freundschaftsspiel des FCK gegen Schalke 04 nach dem ihm bis dato unbekannten Spieler erkundigte. Daraufhin lud Herberger den spindeldürren Pfälzer 1952 erstmalig zu einem Länderspiel ein. 32 Länderspiele sowie der WM-Triumph 1954 folgten. Eckel, der junge Kerl mit der Pferdelunge, bestritt neben Fritz Walter als einziger Spieler alle Spiele bei der WM in der Schweiz. Als „rechter Läufer“ rannte der damals 22-Jährige seine Gegner in Grund und Boden.

Immer wieder zum „Betze“

Insgesamt absolvierte Eckel 247 Spiele für die Roten Teufel und schoss dabei 74 Treffer. 1968 hörte er mit dem Fußball auf. Er war damit der 54er, der am längsten spielte. 1971 studierte der ausgebildete Werkzeugmacher in Trier Sport und Kunst auf Lehramt. Im Anschluss fand er Anstellung an der Realschule in Kusel, wo er bis zu seiner Pensionierung tätig war. Doch noch heute zieht es den rüstigen Rentner regelmäßig zum Betzenberg, der Spielstätte „seines“ 1. FC Kaiserslautern. Wann immer es geht, ist Horst Eckel bei den Heimspielen seiner „Roten Teufel“ im Fritz-Walter-Stadion. Und man wünscht ihm, dass er es noch sehr lange kann. Herzlichen Glückwunsch zum 85. Geburtstag, Horst Eckel!

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