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Spielen, lesen, singen: Das ist der Lohmeyersche Triathlon. Der Schauspieler ist noch bis ins kommende Jahr hinein mit dem Club der Toten Dichter unterwegs – als Sänger. Er vertont dabei Gedichte von Charles Bukowski. Außerdem ist er im Januar in dem Film „Mörderische Stille“ zu sehen. Beim Treffen mit dem „Glüxmagazin“ zeigte Peter Lohmeyer uns genau das Gegenteil: Lebendig und gesprächig.

Sie sind ja momentan ständig auf Tour. Sprechen Hörbücher ein, sind bei Lesungen, am Set, auf der Theaterbühne, als Botschafter der Initiative: „Respekt. Kein Platz für Rassismus“ unterwegs, oder auch als Sänger. Gibt es da manchmal einen kleinen Abstecher in einen Lottoladen?


Ja, ungefähr alle drei Monate. Die Zahlen kommen mir in dem Moment, in dem ich an dem kleinen Tischchen stehe und den Schein ausfülle. Mein höchster Gewinn waren 7,60 Euro. Das habe ich dann gleich wieder in einen neuen Lottoschein investiert.

Seit gut zwei Jahren sind Sie von Sarah Wiener getrennt, im Sommer noch haben Sie in Lyon an der Oper gespielt. Sind Sie am glücklichsten, wenn Sie immer in Bewegung sind?

Ganz im Gegenteil. Glück ist für mich, wenn ich nicht weiter will, eine Art von Stillstand. Wenn ich meine eigene Ruhe gefunden habe, was nicht oft passiert. Dann muss ich nur so da sitzen. Das ist auch kein spezieller Ort. Schön wär, wenn die Sonne scheint. Glück und gutes Wetter passen bei mir zusammen.

Mit am bekanntesten ist der Film „Das Wunder von Bern“, in dem Sie einen Vater spielen, der 1954 nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft versucht, seinem Sohn näherzukommen. Den stellt Ihr eigener Sohn Louis dar. Gemeinsam fahren Sie zum Endspiel der WM. Was sagen Sie Ihren vier Kindern, was Glück ist?

Wenn Sie es schaffen, Vertrauen aufzubauen. Zu Menschen, zu Dingen. Wenn sie ohne Angst durchs Leben gehen.

Bleiben wir noch einmal beim Fußball. Sie haben selber beim VFB Stuttgart gespielt und sind großer Schalke-Fan. Die machen es einem ja nicht immer unbedingt leicht, den Weg in die Nordkurve zu finden.

Bei Schalke habe ich auch Glücksmomente, wenn sie verlieren. Das Ergebnis ist nicht so wichtig, solange sie ein tolles Spiel bieten. Auch nach einer vermurksten Partie kann ich zufrieden nach Hause gehen. Einen Glücksbringer für die Fußballer oder für mich habe ich allerdings nicht. Ich bin mein eigener Glücksbringer.

Seit 1983 waren Sie in rund 80 Filmen zu sehen. Was waren Ihre zwei beruflich wichtigsten Momente?

Zweimal habe ich Zeitung gelesen, das war mein Glück. Als 15-jähriger hatte ich keinen Bock mehr, Zeitungen auszutragen und habe in die WAZ reingeschaut. Da suchten sie jugendliche Darsteller für das Kinder und Jugendtheater in Dortmund. Das war lustiger als die Sache mit den Zeitungen.
Fast 40 Jahre später habe ich in der Süddeutschen gelesen, dass ein Regisseur, den ich kannte, den Jedermann inszeniert. Der hat mich dann gefragt: Würden Sie gerne bei den Salzburger Festspielen den Tod spielen? Das tue ich im kommenden Jahr bereits zum fünften Mal.

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